Praxisstress bewältigen

 

Stressfrei und Zeit haben sind befremdliche Worte in unserem Praxisalltag. Hingegen bekannt sind eher der Stress, Praxisstress, Dauerstress, die Patienten stressen, ich bin gestresst, der Doktor ist gestresst, wir sind gestresst und so weiter und so fort. Der Praxisstress lässt sich leider nicht vermeiden. Spätestens wenn ein Akut-Patient oder Notfall in die Praxis kommt, entsteht Wartezeit. Dann beginnen die wartenden Patienten sich zu mutieren und unangenehm zu werden. Damit ihr den Praxisstress und euer Stresslevel reduziert, möchten wir euch hier ein paar Tipps an die Hand geben.

 

Wartezeiten minimieren

Einige Praxen sind Terminpraxen, das heißt, dass Patienten nur mit einem geplanten Termin in die Praxis kommen. Der Vorteil dabei ist, es entstehen dadurch kaum Wartezeiten für Patienten und eine entspannte Arbeitsatmosphäre sowie ein pünktlicher Feierabend sind garantiert. Notfälle können in einer Terminpraxis ebenfalls eingeplant werden wie z.B vor oder am Ende der Sprechstunde. Wenn ihr eine bestimmte Zeitspanne für die Notfälle einplant, solltet ihr hier auf den Zeitpunkt der Vergabe an Notfallterminen achten sowie die Anzahl der Notfälle, die ihr am Tag einbestellt. Eben so gut können Praxen mit geführten offenen Sprechstunden ihre Sprechzeiten so planen, dass weniger Wartezeiten entstehen. Hier ist eine stetige Kommunikation mit den Patienten notwendig. Patienten sollten, bevor sie die Praxis betreten, die MFA/Arzthelferin über ihren Besuch informieren, um sich über die Kapazität und Wartezeit vorab zu erkundigen.

 

Patient mit Voranmeldung

Wie oben erwähnt, sind bei überfüllten Wartezimmern und nörgelnden Patienten Planung und Kommunikation zwischen euch und den Patienten sehr wichtig. Die Patienten sollen darauf hingewiesen werden, wenn sie als Notfallpatient oder beim Ausstellen eines Rezeptes die Praxis aufsuchen, sich vorher immer telefonisch anzumelden. So habt ihr die Möglichkeit, den aktuellen Praxisablauf einzuschätzen und Patienten für die vorgesehene Zeit einzubestellen.

 

Stresslevel reduzieren

Abgesehen von der Ablaufplanung der Patienten, der nur einen Teil des entstehenden Stresses ausmacht, liegt der größte Stressfaktor bei euch selbst und wie ihr mit eurem Stresslevel umgeht. Wir kennen das alle nur zu gut - die Praxis ist überfüllt, man hat keine Zeit sich einem Happen von seinen Frühstück zu gönnen, geschweige denn einen Schluck Wasser zu trinken oder mal schnell auf die Toilette zu gehen. Genau da entsteht euer selbst erzeugter Stressfaktor. Denn mit leerem Magen, gefüllter Blase oder kurz vor dem Verdursten ist man eben gereizter, ungeduldiger und gestresster. Was haltet ihr denn davon, wenn ihr schnell einen Happen essen oder auf die Toiletten gehen müsst, eure/n Kollegen/in zu bitten, die Aufgaben für euch vorübergehend zu übernehmen? Sinnvoll wäre für euch auch, eine Wasserflasche griffbereit hinzustellen, damit ihr zwischendurch trinken könnt. Dann müsst ihr nicht bei jedem Schluck Wasser in den Pausenraum rennen. Auch wenn es unmöglich erscheint, sich eine kurze Pause zu gönnen, weil es soviel zu tun gibt, müsst ihr genau da an euch denken und einfach mal die Patienten oder euren Chef warten lassen. Essen, trinken und endlich mal auf die Toiletten gehen zu können, gehört zu den Grundbedürfnissen. Dafür braucht ihr kein schlechtes Gewissen zu haben.

Pünktlicher Praxisschluss

Nach so einem stressigen Praxisalltag ist die Vorfreude auf den ersehnten Feierabend groß. Nun kommt es bei Einigen von euch vor, dass ihr unfreiwillig Überstunden machen müsst, weil der Chef nicht zum Ende kommt oder Patienten kurz vor Schluss noch einbestellt werden. Wenn es mal vorkommt, ist das auch kein Problem. Jedoch jede Woche oder sogar jeden Tag macht das auf Dauer keine Freude und verursacht ebenfalls Stress. Bei den Meisten werden die entstandenen Überstunden als selbstverständlich gesehen sowie vergütungsfrei geleistet. Hier raten wir, die Einbestellung der Patienten zur euren Gunsten nochmal zu überdenken und ggf. umzuplanen. Ein Gespräch mit eurem/ Chef/in über die Entstehung von Überstunden durch Überziehen der Sprechstunden ist ebenfalls ratsam.

 

Findet euren Ausgleich

Körperliche Fitness gehört auch zur Stressbewältigung. Wenn man sich schlapp, schwach und lustlos fühlt, ist man empfänglicher für äußerliche Einflüsse. Sucht für euch selbst euer Ventil, euren Ausgleich zum Praxisalltag. Ein Hobby, wo ihr richtig aufgeht und den Praxisalltag vergessen könnt. Sei es ein gutes Buch lesen, kochen, Fitnessstudio, Yoga etc. Wenn ihr kein Hobby habt, dann geht nach der Arbeit mal an die frische Luft spazieren. Die Natur entdecken macht den Kopf frei. Tut euch was Gutes und Ihr übersteht jeden Praxisstress mit links.

 

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Euer Hitfol für MFA und Ärzte

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