Die Minuten vergehen. Die Zeitschriften werden inzwischen schon zum dritten Mal durchgeblättert. Facebook-Status mehrmals abgerufen, so dass der Akku bald leer ist. Und zum zehnten mal an die Decke geschaut. Dann endlich nach fast einer Stunde Wartezeit -mit Termin wohlgemerkt- wird man endlich aufgerufen. Wir sind ja gewohnt, dass der Warteraum überfüllt ist und Wartezeiten entstehen. Für uns als MFA'S und Arzthelferin geht die Zeit ja relativ schnell um, aber für den Wartenden kann es sich wie eine Ewigkeit anfühlen. Aber wie die Wartezeiten minimieren oder erträglicher gestalten, wenn Wartezeiten nicht zu vermeiden sind? Wir geben Euch hier ein paar Tipps zur Hand, die Ihr in Eurer Praxis anwenden könnt.

 

  1. Die Patienten nur mit Termin einbestellen. Dies gilt auch für Blutabnahme, Impfung, Infusion etc.

  2. Tägliche Zeitslots für OT und Notfälle festlegen und genau für die geplanten Zeiten einbestellen. Dies kann auch vor oder nach der regulären Sprechstunde geplant werden.

  3. Notfalltermine sollten frühstens einen Tag vorher freigegeben und geplant werden. Max. 4-6 Patienten in einer Stunde einbestellen.

  4. Die Patienten sollen immer mit Voranmeldung in die Praxis kommen. Das gilt auch für die Abholung oder Ausstellung eines Rezeptes und Dokumentes sowie Blutentnahme.

  5. Die Kommunikation mit den Patienten bei längerer Wartezeit oder Verzögerung ist ein Muss. Dem Patienten ebenfalls die Möglichkeit geben, die Praxis zum späteren Zeitpunkt wieder aufzusuchen.

  6. Eure/n Chef/in ebenfalls diskret über die Verzögerung informieren. Hier könnt Ihr z.Bsp. ein Ampel-System nutzen. Dazu machen wir Euch noch einen Blog, wie Ihr das genau aufbauen könnt.

  7. Doppeltermine zur selben Zeit können geplant werden. Allerdings empfehlen wir, dies nur bedingt zu vergeben, da es dadurch zu längerer Verzögerung kommen kann.

  8. Terminarten festlegen wie z.Bsp. für eine Stunden einen Neu-Patienten für 20 min. plus zwei Patienten für Kontrollen je.10 min. und eine Befundbesprechung je nach Befundaufwand 20 min. planen.

  9. Bei Terminvergaben Patienten genau nach dem Besuchsgrund fragen z.Bsp. bei der Befundbesprechung ist hier die Voraussetzung, dass das Befundergebnis auch vorliegt oder noch durch Patienten besorgt wird. Dadurch vermeidet Ihr Verzögerungen und die geplanten Sprechzeiten können eingehalten werden.

 

Wir hoffen, Ihr könnt ein paar von unseren Tipps umsetzen. Wenn Euch noch gute Abläufe einfallen, dann schreibt uns gerne.

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